Fuchs Projekt Bau in Dresden

Bewehrung und Gebäudetechnik

Die in diesen Hohlsteinenvergossenen Betonwände brauchen nicht, bewehrt zu werden. In drei- und viergeschossigen Gebäuden ist es der Beton, der ohne zusätzliche Verstärkung mit Stahl alle Lasten trägt.

Erst bei Konstruktionshöhen von gut mehr als zehn Metern kann es notwendig werden, die Wände zusätzlich zu bewehren - darüber entscheidet immer der Statiker. Von ihm wird die Betonklasse und bei hohen oder komplizierten Konstruktionen die Art und Menge der erforderlichen Bewehrung bestimmt. Die Berechnungen der Konstruktion können in Anlehnung an Normen zur Planung von Betonkonstruktionen durchgeführt werden, z.B. Eurocode 2: EN 1992-1-1:2004+AC:2008 E oder inländische Normen.

Die Bewehrung wird immer in Stürzen, Ecken und Ringankern eingesetzt. Die Elemente  sind mit besonderen Führungen versehen, die das Verlegen waagerechter Bewehrung erleichtern und durch Einhalten der entsprechenden Distanz des Stabes von der Schalungswandung die erforderliche Betondeckung sicherstellen.

In Gebieten von erhöhter seismischer Aktivität sind alle tragenden Bauteile zusätzlich gemäß den in der Region, in welcher das Bauvorhaben realisiert wird, geltenden Regeln zu verstärken. Wir stellen Ihnen gerne den Informationsheft mit Anweisungen zur Planung von Gebäuden in seismisch aktiven Zonen zu.

Gebäudetechnik:

Die Regel der Führung der Anlagen ist sehr einfach. Es ist anzustreben, alle Anlagen innerhalb der Elemente vor deren Betonieren zu verlegen, um alles Ausstemmen bzw. Ausbrennen von Schlitzen zu vermeiden. Vor dem Verlegen der Wandelemente werden die Anlagen an die Stellen der Wanderrichtung herangeführt und die Schalungselemente bei gleichzeitiger Führung der Anlagen in deren Kern verlegt.

Bei Leitungen größerer Durchmesser (z.B. Lüftung, Entwässerung) wird die Stelle ringsum die Leitung durch zusätzliche Bewehrung verstärkt.

Um Leitungsanschlüsse (z.B. Abwasseranschluss eines Waschbeckens) herzustellen, wird eine Öffnung in der Hohlsteinwandung ausgeschnitten, das Rohr eingeführt und die Spalte mit Montageschaum abgedichtet.

Elektrische Anlagen werden in Schutzrohren geführt. In den Hohlsteinwandungen werden mit einem Thermomesser Leitungsschlitze ausgeschnitten und die Schutzrohre eingeführt. Kabel können auch direkt in den Schlitzen geführt werden. Nachdem die Anlagen verlegt sind, werden die Schlitze mit Montageschaum und Gips gefüllt.

Die Führung der Anlagen in nach dieser Technologie  errichteten Wänden ist ungewöhnlich einfach. Es erübrigt sich dabei das Schlitzstemmen und die Schuttabfuhr; es ist auch einfach, Änderungen in der Anordnung der Anlagen vorzunehmen, z.B. eine Steckdose zu verschieben.